Käthe-Kollwitz-Schule - Berufskolleg der StädteRegion Aachen
Workshop zum Thema Rassismus

Workshop zum Thema Rassismus

Workshop an der KKS zum Thema „Alltagsrassismus: Warum ist es so schwierig, über Rassismus (-erfahrungen) zu sprechen?“ mit Prof. Dr. Karim Fereidooni

Die Verantwortlichen für Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage an der Käthe-Kollwitz-Schule Aachen gemeinsam mit Prof. Dr. Karim Fereidooni (mitte): Emin Yilanci (links) und Kader Erdogan (rechts).
Die Verantwortlichen für Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage an der Käthe-Kollwitz-Schule Aachen gemeinsam mit Prof. Dr. Karim Fereidooni
Professor Dr. Karim Fereidooni während seines Vortrags zum Thema „Alltagsrassismus“
Professor Dr. Karim Fereidooni während seines Vortrags zum Thema „Alltagsrassismus“
Gruppenfoto der teilnehmenden Lehrkräfte der Käthe-Kollwitz-Schule Aachen am Workshop mit Prof. Dr. Karim Fereidooni
Gruppenfoto der teilnehmenden Lehrkräfte der Käthe-Kollwitz-Schule Aachen am Workshop mit Prof. Dr. Karim Fereidooni

Freitag, der 30. September 2022, war ein ganz besonderer Tag für die Lehrkräfte an der Käthe-Kollwitz-Schule in Aachen (KKS). Der langersehnte Gast, Prof. Dr. Karim Fereidooni, wurde an unserer Schule empfangen. Wir als „Käthe“ sind im letzten Schuljahr dem Netzwerk Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage beigetreten, nach der erfolgreichen Abstimmung im Herbst 2021.

Die Erwartungen seitens der Schülerschaft waren danach enorm. Viele Schülerinnen und Schüler forderten konkrete und sichtbare Vorhaben im Kampf gegen Rassismus. Lehrkräfte haben vor allem den Bedarf geäußert, Strategien an die Hand zu bekommen, mit denen man einerseits im Schulalltag Rassismus erkennen und angemessen reagieren kann, aber andererseits auch, wie man präventiv ein couragiertes und „rassismuskritisches“ Schulklima etablieren kann.

Bei der Suche nach einem Fachmann in diesem Gebiet musste Emin Yilanci, einer der Zuständigen für Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage an der KKS, nicht lange suchen. „Karim Fereidooni war der perfekte Mann für uns, da er selbst Lehrer war und Rassismus während des Referendariats am eigenen Leibe zu spüren bekam. Seine praxistauglichen Forschungen waren genau das, was Schülerschaft und Lehrkräfte wollten.“

Nachdem sehr unkompliziert Kontakt aufgenommen worden war, fand man einen Termin, um den Workshop durchzuführen. Obwohl mehrere Lehrkräfte an einer Teilnahme interessiert waren, hatte Professor Fereidooni darauf bestanden, die Teilnehmendenzahl auf 25 zu begrenzen. „Das Thema ist zu wichtig und muss intensiv mit einer kleineren Gruppe behandelt werden“, sagte er am Telefon im Vorfeld. Die Schulleiterin Monika Büth-Niehr setzte mit ihrer Teilnahme am Workshop ebenfalls ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Courage an ihrer Schule. „Das Thema ist mir einfach zu wichtig, weswegen ich heute hier mit Ihnen sitze“, betonte sie am Anfang des Workshops.

Tatsächlich war der Workshop ein großer Erfolg. Die Lehrkräfte der KKS hatten zu Beginn der Sitzung auf Bitten des Professors ihre „Ängste und Erwartungen“ formuliert, bevor der Begriff „Rassismus“ in einer interaktiven Phase erörtert wurde. Für die Lehrerinnen und Lehrer stellte es eine sichtliche Herausforderung dar, wie man „Rassismus“ überhaupt definiert. Was steckt hinter diesem Begriff? Wie muss man ihn definieren? Gibt es Rassen? Wenn ja, welche? Zu welcher „Rasse“ gehören die Teilnehmenden? Oder ist der Begriff der Rassen ein Konstrukt? Nach der Diskussion dieser hochsensiblen und hochkontroversen Fragen sagte eine Lehrkraft in der Pause „Puuh, da bin ich richtig ins Schwitzen gekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so viele Vorurteile besitze!“

Im Anschluss wurden in Kleingruppen „Vier Distanzierungsmuster im Umgang mit Rassismus“ erarbeitet. „Rassismus wird oft verharmlost. Wenn man genau weiß, wie das funktioniert, kann man diese Verharmlosung nutzen, um Gegenstrategien zu entwickeln“, sagte der Bochumer Juniorprofessor. „Das ist wie Aikido: Wir nehmen die Angriffskraft des Gegners und leiten diese so gegen ihn zurück, dass es für ihn unmöglich wird, weiterzumachen.“ Im Klartext: Die Lehrkräfte lernten, wie man Rassismus mit seinen eigenen Waffen schlägt. Und tatsächlich entwickelte sich in der Präsentationsphase ein unglaublich produktiver Austausch, in der eigene Erfahrungen aus der Vergangenheit genutzt wurden, um aktuelle Herausforderungen vor Ort in der Schule anzugehen. Kolleginnen und Kollegen merkten, dass man Synergien nutzen kann, um mit Schülerinnen und Schülern künftige Projekte zu initiieren.

(Text: Emin Yilanci)


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